100 Jahre TSV Carlsberg 1900 e.V.

1970

Die Kegler hielten sich bereits im dritten Jahr in der Regionalliga, kämpften aber gegen den Abstieg. Die 2. Mannschaft erhoffte sich den Aufstieg und die 3. Mannschaft, die hauptsächlich aus Jugendlichen bestand, wurde neu in die Spielrunde aufgenommen. Bei den Fußballspielern beklagte deren Trainer Sigmund Laubersheimer viele Verletzte. Ihre Begeisterung am Fußballspiel zeigten 45 Jugendliche. Im Sportheim erfolgte der Einbau einer zentralen Heizungsanlage, die Sportplatzumrandung wurde vervollständigt und der Platz neu hergerichtet und auch die Kegelbahnmechanik eingebaut.

1971

Nach vielen vorausgegangenen Fehlversuchen war es endlich geschafft. Die Mitglieder stimmten einer Beitragserhöhung zu. Alle Personen über 18 Jahre zahlten ab jetzt monatlich DM 1,50, Jugendliche 50 Pfennige und Kinder bis 14 Jahre 30 Pfennige. Die vom Registergericht geforderte Satzungsänderung über die Regelung der Vereinsvertretung wurde vorgenommen. Ehrenamtliche Helfer und Vereinsmitglieder erledigten die Außenarbeiten am Vereinsheim und der Kegelbahn. Für alle Abteilungen verlief das Sportjahr im Mittelmaß.

1972

Die Frauen der Gymnastikabteilung mussten von einer Übungsstätte zur nächsten wandern. Sie wünschten sich endlich eine feste Bleibe und wandten sich daher mit der Bitte um Unterstützung an den 1. Vorsitzenden. Auf Beschluss der Generalversammlung sollte eine Wohnung für den Pächter der Sporthalle sowie ein Gymnastikraum gebaut werden. Bis zur Fertigstellung könnte der Turnraum in der Grundschule benutzt werden, wurde den Damen empfohlen. Die Einwilligung hierzu wurde bei der Schulleitung eingeholt. Drei Jugendmannschaften waren gemeldet, A- B- und C- Jugend, wobei die A-Jugend auf Platz zwei in der Tabelle stand.

1973

Der Forderung des Sportbunds auf Beitragserhöhung wurde mit nur einer Gegenstimme statt gegeben. Erwachsene zahlten nun im Monat DM 2,50, Rentner DM 1,50, Schüler 0,50 DM. Der Bau einer Sporthalle für den Verein war Wunschgedanke des Mitgliedes und Bürgermeisters Heinrich Knappe. Er übernahm hierfür die Planungskosten. Berthold Dietzel, Josef Lorenz und Dieter Weyrauch waren zum neuen Spielausschuss gewählt worden. Für die Jugend war Peter Schakewitsch zusammen mit Richard Hofmann zuständig. Als Verantwortlicher der Alte-Herrenmannschaft zeichnete Winfried Reith und für die Kegler nahm man Horst Meixner in die Pflicht. Alois Vetter war für die Landesmeisterschaften qualifiziert, ebenso die Juniorenmannschaft. Zur Renovierung der Gaststätte erhielt der Verein einen Zuschuss vom Sportbund. Die Firma Maidhof stellte ein Firmenfahrzeug zum Transport der Jugendspieler zur Verfügung.

1974

Die 1. Keglermannschaft wurde Meister der Bezirksklasse und stieg somit wieder in die höchste Spielklasse auf. Die anderen Mannschaften standen auf guten Plätzen. Georg Römisch warf Vereinsrekord mit 924 Holz und leistete nach Meinung Aller eine gute Jugendarbeit. Der Bau zweier neuer Bahnen wurde immer dringender erforderlich, um auch weiterhin einen geregelten Kegelbetrieb zu gewährleisten, doch die Finanzlage erlaubte dies nicht. Der Verein war auch nicht in der Lage, den Bau einer Halle zu finanzieren und übertrug diese Angelegenheit an die Gemeinde. Nachdem noch eine D- Fußballjugend gemeldet werden konnte, stellte auch Heinrich Knappe einen Kleinbus zum Spielertransport unentgeltlich bereit.

1975

Die aktiven Fußballspieler, wurden in diesem Jahr Kreispokalsieger mit ihrem Trainer Bernd Frank. Über den Eintrittspreis von DM 5,00 zum Maskenball wurde heftig debattiert. Schließlich erklärten sich Emil Moser und Heinrich Knappe bereit, für die Aktiven des Vereins den Eintrittspreis zu übernehmen. Der Familienbeitrag wurde eingeführt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen fanden in der Zeit vom 14. bis 22. Juni im Rahmen einer Festwoche statt. Beim Festabend wurden verdiente Mitglieder geehrt. Zum guten Gelingen der Veranstaltungsreihe trug nicht nur das 1. Verbandsgemeinde-Fußballturnier bei, sondern auch das Werbekegeln und die Austragung der Ortsmeisterschaft.

1976

Das traditionelle A-Jugend-Fußballturnier stand am Anfang einer Sportwoche. Die beiden Betreuer Jürgen Diehl und Hans Schuss waren mit ihren Spielern sehr zufrieden. Ein Antrag auf Zuschuss für den Ausbau des Sportplatzes wurde vom Gemeinderat bewilligt. Ein überdachter Freisitz wurde erstellt, ebenso Umkleidekabinen sowie ein Schiedsrichterraum. Die Renovierung der Kegelanlage erforderte eine hohe Geldsumme.

1977

Der Antrag auf Mittel aus dem Goldenen Plan des Sportbundes erforderte wieder eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge. Diese war unumgänglich, ansonsten hatte man keinen Anspruch auf Zuschüsse. Die Versammlung beschloss daher eine Beitragserhöhung auf DM 3,50 für Mitglieder über 18 Jahre und DM 2,50 unter 18 Jahren pro Monat. Den Familienbeitrag setzte man auf DM 60,00 fest. Das Finanzamt stellte Steuerrückstände fest und forderte diese umgehend zur Zahlung an. Im Jugendfußballbereich gründete man eine Spielergemeinschaft mit dem TuS Hertlingshausen, an deren Zustandekommen Hans Schuss großen Anteil hatte.

1978

Auf Beschluss einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde eine Fusion beider Sportvereine von Carlsberg und Hertlingshausen angestrebt. Die Vorstandschaft beantragte den Bau einer zentralen Sportanlage durch die Ortsgemeinde. Die 1. Keglermannschaft verzichtete auf die Startberechtigung in der Landesklasse wegen der fehlenden Vierbahnen-Anlage.

1979

Die Renovierung und der Umbau des Wirtschaftsgebäudes waren nun abgeschlossen. Die Gaststätte verfügte jetzt über eine Bierzapfanlage. Der Wunsch der Kegler, eine Erweiterung der Kegelbahn, konnte nicht erfüllt werden. Die Spaltung der Spielergemeinschaft der Jugend zeichnete sich ab. Eine Fusion beider Nachbarvereine kam nicht zustande, doch beide AH-Mannschaften bildeten eine Spielergemeinschaft.

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Diverse Bilder

Wasserturm 1970-1979

Wasserturm 1970-1979

Wasserturm am Sportplatz